Mörderischer Sonnabend auf Fort Hahneberg

Werbeplakat für den Mörderischen Samstang am 23.07.2022 auf Fort HahnebergWer regelmäßig unserem Podcast lauscht oder wenigstens hin und wieder einen Blick in die Termine wirft, der wusste es. Am 23.07.2022 stand auf Fort Hahneberg der „Mörderische Sonnabend“ statt, bei dem mehrere Autoren aus ihren Werken lasen. Diese Autoren waren Heidi Ramlow und Connie Roters von den Mörderischen Schwestern, sechs Vertreter der Spandauer Krimi Connection um die Autorin Claudia Johanna Bauer und meine Wenigkeit. Ursprünglich stand anstelle der Krimi Connection Angela Planert auf dem Programm, die jedoch musste kurzfristig absagen und deshalb übernahm kurzerhand die Truppe von Claudia.

Maik Bischoff liest aus Mord HahnebergIch begann mit dem ersten Kapitel aus – natürlich – Mord Hahneberg, welches ja quasi genau dort spielt, wo die Lesung stattfand. Und ganz klassisch, so wie es auch Werner Böhme tut, sind wir vorher zu Fuß aus der Wilhelmstadt über den Weinberg an den Rieselfeldern entlang gewandert, quasi direkt in Werners Fußstapfen auf dem Weg zum Fort Hahneberg. Oben im Titelbild sieht man übrigens ganz hervorragend die Stelle, an der die Leiche vor die Füße der Protagonisten fällt.

Anschließend las Connie aus ihrem aktuellen Werk, „Tödliches Vergessen“, dem inzwischen vierten Fall für Hauptkommissar Breschnow. Das Buch greift die Themen Obdachlosigkeit und Demenz auf, die schon jedes für sich hochdramatische Einschnitte in die Biografien vieler Menschen bedeuten. An eine Kombination beider Dinge hingegen denkt man so gar nicht, obwohl es auch das nicht selten gibt. Dazu wird ein sehr menschliches Bild eines alkoholabhängigen Ermittlers gezeichnet, der gerade einen Entzug hinter sich hat und nun neben der Ermittlungsarbeit mit seinen ganz eigenen Dämonen zu kämpfen hat.

Das in meinen Augen absolute Highlight des Abends brachte dann Heidi mit „Spiel Shirin, spiel“, einer Kurzgeschichte aus ihrem Buch „der, die, das Fremde“, das sie gemeinsam mit fünf weiteren Autoren veröffentlicht hat. Die Geschichte dreht sich um ein iranisches Mädchen, das für ihr Leben gern Geige spielt, es jedoch von ihrem Onkel verboten bekommt. Ein hochaktuelles Thema, denn wir sehen schließlich derzeit in Afghanistan ganz deutlich, wie dort im Namen des Islam den Frauen und Mädchen nach und nach immer mehr Rechte aberkannt werden.

Aber auch die Show der Krimi Connection hatte es in sich. Ein Mix aus Hörspiel, Bühnendarbietung und Vorlesen machte Lust auf den allerersten Fall von Hausmeister Erwin Pasow und sorgte für so manchen Lacher im sonst still hinter Spandau liegenden Fort. Besonders die Person des Hausmeisters wurde grandios dargeboten und man schloß ihn sofort ins Herz.

Auf jeden Fall danke ich jedem, der an dieser Veranstaltung teilgenommen hat, ihr seid ein tolles Publikum gewesen. Ebenso gilt mein Dank den emsigen Helfern der Abeits- und Schutzgemeinschaft Fort Hahneberg, die für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben. Nächstes Jahr wieder? Na klar, wenn man mich fragt, bin ich ganz sicher wieder dabei. Und ihr dann hoffentlich auch. 🙂

schrottie Verfasst von:

Ein Kommentar

  1. […] auftrat und dabei aus „Mord Hahneberg“ las. Was dort los war, habe ich übrigens in einem extra Artikel ein wenig umfassender beschrieben. Und neben dem Bericht zum „Mörderischen Samstag“ haben wir natürlich ein Kapitel aus […]

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